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Ich gehe immer mehr dazu über, mir nicht dauernd neue Sachen zu kaufen. Kleidung kaufe ich seit fast zwei Jahren zu 95 % in Second Hand-Läden. Werkzeuge und Maschinen die ich selbst nicht besitze, leihe ich mir gerne in Baumärkten aus. Da ich mein Auto nur noch für längere Strecken verwende und sonst alles zu Fuß gehe, überlege ich schon seit längerem, ob ich nicht lieber auf Carsharing umsteigen sollte. Mit weniger Sachen zu leben, ist nachhaltig, voll im Trend und macht auch noch Spaß.


Laut einer Studio sind mittlerweile 20 % der Deutschen überzeugt, dass viel eigener Besitz nicht unbedingt glücklich macht.

Quelle: Gesellschaft für Konsumforschung

Auch als Statussymbol erlebt Besitz inzwischen einen Wandel. Die meisten haben keine großen CD-Sammlungen mehr, sondern hören ihre Lieblingsmusik im Internet. Vorbei sind langsam auch die Zeiten von vollgestopften Bücherregalen. Die Beliebtheit von E-Books und das Ausleihen von Büchern steigt immer weiter.


Möglichst viel Geld verdienen, um sich noch mehr zu kaufen, hat inzwischen nicht mehr die höchste Priorität.


Immer mehr Menschen entscheiden sich bewusst für mehr Lebensqualität. Das Bewusstsein, statt zu konsumieren, lieber mit Freunden gemeinsam Zeit zu verbringen, wächst. Auch ich habe (sogar ganz ohne Marie Kondo) unfassbar viele Dinge in meiner Wohnung ausgemistet. Mein Arbeitszimmer zum Beispiel ist inzwischen um 3 große Schränke, ein altes Küchenbuffet und 3 kleine Regale (inklusive Inhalt) leichter. Und was soll ich sagen, es ist ein ungemein befreiendes Gefühl, weniger zu besitzen. Und ich habe auch irgendwie dadurch mehr Zeit, weil ich mich nun nicht mehr mit all diesen Dingen beschäftigen muss. Ich muss sie nicht mehr reparieren oder abstauben oder sonst etwas mit ihnen tun. Das schafft Zeit, um mit Freunden gute Gespräche bei einem leckeren Kaffee zu führen.

5 Tipps für ein “Weniger ist mehr-Leben”

1. Eine Sache kommt, eine Sache geht

Meine Faustregel hier lautet: Wenn ich etwas Neues kaufe, muss etwas Altes dafür gehen. Wenn das alte Teil in einem guten Zustand ist, spende, verschenke oder verkaufe ich es.

2. Reparieren

Was früher ganz normal war, sollte in der heutigen Konsumgesellschaft dringend wiederbelebt werden: Dinge zu reparieren. Heute landen kaputte Dinge leider oft direkt im Mülleimer. Dabei kann man Kleidungsstücke flicken oder elektronische Geräte z.B. in einem Repaircafe  wieder zum Laufen bringen.

3. Flohmarktcharme

Der Kauf von gebrauchten Dingen wird immer leichter. Man muss nicht mehr zwingend bei Wind und Wetter auf dem Flohmarkt nach Schnäppchen jagen. Immer mehr Secondhandläden und Onlinebörsen vereinfachen den gezielten Kauf von gebrauchten Dingen. Bevor wir also etwas Neues im Möbelhaus oder der Boutique kaufen, lohnt sich ein Stöbern online oder im Trödelladen.

4. Kauftagebuch

Um seinen Konsum im Blick zu behalten, kann es auch helfen ein Kauftagebuch zu führen. Notiere hierfür eine zeitlang, was du wo kaufst. Das Kauftagebuch verschafft dir einen guten Überblick, ob noch viele unnötige Ausgaben dabei sind.

5. Kleidertausch

Kleidertauschparties boomen ja regelrecht. Wer keine Lust auf eine große Tauschparty hat, kann auch einfach ein paar Freundinnen zusammentrommeln und sich einen lustigen Nachmittag machen. Aber nicht nur Kleidungsstücke finden so unter Umständen eine neue Besitzerin, auch Bücher, Taschen und Dekokram können so ein neues Zuhause finden.

Falls du noch weitere Tipps parat hast oder erzählen möchtest, wie du das ganze siehst, schreibe mir sehr gerne in die Kommentare. Ich bin schon sehr auf deine Meinung gespannt.

Liebe Grüße,

Patricia Morgenthaler

Hallo, ich bin Patricia. Ein Kreatives, manchmal chaotisches Wesen mit großer Liebe zum skandinavischen Design und alles was Shabby & Vintage ist, Flohmarktjägerin, isst gerne gut und fotografiert alles, was ihr vor die Linse kommt. Das umschreibt mich eigentlich am besten.

In Frankfurt am Main geboren und aufgewachsen zeigte ich bereits von Kindesbeinen an, dass ich sehr Kreativ im Umgang mit Farben, Pinseln, Stiften und Unmengen von Klebstoff bin. Da ich schon damals mit Begeisterung mein Kinderzimmer und später meine Wohnungen komplett umräumte und umdekorierte, lag es nahe mein geliebtes Hobby zum Beruf zu machen.

Heute arbeite ich als Wohndesignerin frei nach dem Motto „Entdecke die Möglichkeiten“ und lasse mich durch die verschiedensten Materialien inspirieren. Holz, Filzwolle, Stoffe aller Farben und Muster, Naturmaterialien…eigentlich ist nichts vor mir wirklich sicher.

Seit Juli 2011 bin ich regelmäßig als Wohn- und Deko-Expertin im Fernsehen zu sehen, u.a. in der Sendung Kaffee oder Tee im SWR-Fernsehen und im ARD-Buffet.

Die Sendetermine findet ihr auf meiner Homepage (www.patricia-morgenthaler.de) unter dem Menüpunkt TV-Termine.

4 Replies to “5 Tipps für ein Leben mit weniger Sachen”

  1. Hallo Patricia,

    Ich bin seit ungefähr einem Jahr dabei auszumisten (in kleinen Schritten-aber es wird).

    Klamotten hab ich bisher noch nicht second hand gekauft, wir wohnen leider eher ländlich da gibt es Basare nur für Kinderklamotten. Tauschparties mit Freundinnen ist leider auch nicht da die Größen Unterschiede leider zu groß sind (die haben S/M ich dann eher XL).

    Aber ich kaufe z.B Deko viel über Ebay Kleinanzeigen und mache es zur Zeit auch so ein Teil kommt rein dafür muss ein anderes gehen

    GLG Silke

    1. Liebe Silke,

      vielen Dank, dass du deine Erfahrungen mit mir teilst. Ich habe meine Ausmist-Aktion auch in kleinen Schritten geschafft und finde immer noch Dinge, die weg können. Erstaunlich, wieviel Platz in so einer Wohnung inklusive Keller vorhanden ist. Einige meiner Kleidungsstücke kaufe ich übrigens online bei Ubup.com Vielleicht wirst du dort ja auch fündig. Dort gibt neben Bio- und Fairtrade-Marken auch die üblichen Verdächtigen wie Esprit, H&M etc. wesentlich günstiger und die Kleidung ist quasi wie neu. Über Ebay-Kleinanzeigen habe ich auch schon das eine oder andere Möbelstück gekauft. So spart man Geld und tut auch noch was für die Umwelt…quasi eine Win-Win-Situation 🙂

      Liebe Grüße, Patricia

  2. Liebe Patricia,
    ich handhabe es genauso: Wenn ein neues Teil kommt, muss ein anderes gehen. Wobei in den letzten Monaten mehr gegangen als gekommen ist, sowohl im Hinblick auf Deko als auch auf Kleidung oder Bücher. Es ist ein befreiendes Gefühl. loszulassen und mehr Raum zu gewinnen – und die Lücke erst einmal zu genießen. Manchmal muss sie gar nicht mehr gefüllt werden.
    Erst am Wochenende habe ich Schubladen meines Esszimmerschranks aufgeräumt und ausgemistet – und freue mich total über die neue Ordnung darin.
    Kleidung habe ich über Ebay verkauft, die Einnahmen dem Tierschutz gespendet, was für mich eine gute Motivation zum Verkauf war.
    Ausrangierte Deko sortiere ich nach Dingen, die ich verschenke, teilweise habe ich sie an Tierheime als Sachspenden für Tombolas und Flohmärkte gegeben. Natürlich handelt es sich hierbei um Dinge, die intakt und noch aktuell sind. Alles andere landet im Restmüll. Und ausrangierte Bücher landen im öffentlichen Bücherschrank. So werden Sachen sinnvoll weitergenutzt und andere dürfen sich darüber freuen.
    Liebe Grüße
    Sabine

    1. Liebe Sabine,

      danke für deinen Kommentar, mit vielen hilfreichen Anregungen und Inspirationen. Ich finde es großartig, dass du die Verkaufserlöse spendest.
      Ich bin auch noch weiter am aussortieren und immer wieder aufs Neue überrascht, Dinge zu finden, die ich entweder zuvor übersehen habe, oder bei denen mir erst nach etwas Zeit auffällt, dass ich sie doch nicht benötige. Und ich kann bestätigen, das es ein unfassbar befreiendes Gefühl ist, Dinge loszulassen.

      Ich wünsche dir wundervolle Osterfeiertage. Viele liebe Grüße Patricia

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Hallo, schön, dass du da bist!

Ich bin Patricia, ein kreatives, manchmal chaotisches Wesen mit großer Liebe zu schlichtem skandinavischen Design und Vintage-Schätzen.
Auf Natural-Hygge schreibe ich über kreative Ideen, leckere Rezepte und über nachhaltiges und entspanntes Leben und Wohnen.
Ich freue mich sehr, dass du den Weg zu mir gefunden hast und wünsche dir ganz viel Spaß auf meiner Webseite.
Deine Patricia

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